Online Casino Deutschland – Top Freispiele & Boni 2026

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Die besten Online Casinos für deutsche Spieler

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Merkur Slots

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Lizenz: Deutsche Lizenz
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18+ | Es gelten die AGB
"Merkur Slots steht für bekannte Automatenspiele mit klaren Regeln und geprüften Auszahlungsquoten. Spieler sollten nur bei lizenzierten Anbietern spielen und Limits setzen. Die Titel bieten verständliche Features, doch Gewinne sind nie garantiert. Beachtung von Spielerschutz, Einzahlungslimits und realistischer Budgetplanung ist wichtig, um finanzielle Risiken zu minimieren. Verantwortungsbewusstes Spielen bleibt zentral."

Einzahlungen & Auszahlungsmethoden

⚡ Klarna & Giropay

Viele Anbieter akzeptieren Klarna (Sofort) und Giropay für direkte Banküberweisungen — weit verbreitete und vertrauenswürdige Zahlungsmethoden unter deutschen Spielern.

💳 Karten & E-Wallets

Visa, Mastercard und beliebte E-Wallets wie Skrill, Neteller und ecoPayz werden auf den meisten Offshore-Plattformen akzeptiert.

🪙 Krypto & Bitcoin

Für schnellere Transaktionen und mehr Privatsphäre bieten viele Anbieter Kryptowährungen an, darunter Bitcoin, Ethereum und Litecoin.

Beliebte Spiele & Spielautomaten

Offshore-Casinos bieten oft eine breitere Spielauswahl als in Deutschland lizenzierte Plattformen, einschließlich Titel und Funktionen, die auf dem regulierten Markt nicht verfügbar sind.

🎰 Slots & Automaten

Tausende Spielautomaten einschließlich Megaways, Bonus-Buy-Funktionen und progressive Jackpots — ohne die von GGL-lizenzierten Anbietern vorgeschriebene 1-€-Einsatzgrenze pro Drehung.

🃏 Live Casino & Tischspiele

Blackjack, Roulette, Baccarat und Gameshow-Titel mit professionellen Live-Dealern in HD. Tischspiele unterliegen bei Offshore-Anbietern nicht den GGL-Beschränkungen.

Neueste Nachrichten & Ratgeber

Steuern, Auszahlungen und Bonusbedingungen: Was deutsche Spieler wissen sollten

13 Feb 2026

Neben den rechtlichen und spielerschutzbezogenen Aspekten stellen sich bei der Nutzung von Online Casinos auch praktische finanzielle Fragen: Muss ich Gewinne versteuern? Wie läuft eine Auszahlung ab?...

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Neben den rechtlichen und spielerschutzbezogenen Aspekten stellen sich bei der Nutzung von Online Casinos auch praktische finanzielle Fragen: Muss ich Gewinne versteuern? Wie läuft eine Auszahlung ab? Und was steckt eigentlich hinter den Bonusangeboten? Dieser Beitrag beantwortet die häufigsten Fragen – sachlich, ohne Finanzberatung zu erteilen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Für individuelle Fragen zur eigenen Steuersituation wird die Konsultation eines Steuerberaters oder Rechtsanwalts empfohlen.

Steuerliche Behandlung von Glücksspielgewinnen

Die steuerliche Lage für Gelegenheitsspieler in Deutschland ist vergleichsweise klar: Gewinne aus Glücksspielen sind grundsätzlich steuerfrei. Sie fallen unter keine der sieben Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes (§ 2 Abs. 1 EStG) und gelten daher als „nicht steuerbar“. Das betrifft Gewinne aus Lotto, Sportwetten, Spielautomaten und Casino gleichermaßen.

Drei wichtige Einschränkungen

Thema

Was gilt?

Folgeerträge sind steuerpflichtig

Der Gewinn selbst ist steuerfrei – aber Erträge, die mit dem Gewinn erzielt werden, unterliegen der normalen Besteuerung. Wer einen Casino-Gewinn anlegt und daraus Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen erzielt, muss diese als Kapitalerträge bzw. Einkünfte aus Vermietung versteuern.

Berufsspieler: Gewerbliche Einkünfte

Wer regelmäßig und nachhaltig Gewinne erzielt und seinen Lebensunterhalt damit bestreitet, kann vom Finanzamt als Berufsspieler eingestuft werden. In diesem Fall sind die Gewinne als gewerbliche Einkünfte steuerpflichtig (§ 15 EStG). Der BFH hat dies für professionelle Pokerspieler bestätigt (Urteil vom 16.9.2015, X R 43/12).

Schenkungssteuer beachten

Wer einen Teil des Gewinns verschenkt, muss die geltenden Freibeträge beachten. Für Schenkungen an eigene Kinder liegt der Freibetrag bei 400.000 € pro Elternteil. Darüber hinaus fällt Schenkungssteuer an.

Hinweis zur Anbieterseite: Auf der Seite der Glücksspielanbieter fällt seit 2021 eine virtuelle Automatensteuer von 5,3 % auf den Spieleinsatz an. Diese Steuer wird nicht direkt vom Spieler erhoben, wirkt sich aber indirekt auf die Auszahlungsquoten (RTP) aus, da Anbieter sie in der Regel einkalkulieren.

Auszahlungsprozess und Identitätsprüfung (KYC)

Bei lizenzierten deutschen Anbietern ist eine Auszahlung erst möglich, nachdem die Identitätsprüfung (Know Your Customer, KYC) vollständig abgeschlossen ist. Diese Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben und dient dem Jugendschutz, der Geldwäscheprävention und der korrekten Zuordnung im OASIS-Sperrsystem.

So läuft der Auszahlungsprozess ab

Die Identitätsprüfung erfolgt in der Regel vor der ersten Einzahlung, spätestens aber vor der ersten Auszahlung. Übliche Verfahren sind VideoIdent oder die eID-Funktion des Personalausweises. Nach erfolgreicher Verifizierung kann eine Auszahlung beantragt werden.

Aspekt

Typische Praxis bei GGL-Anbietern

Verifizierung

KYC-Prüfung per VideoIdent oder eID. Einmalig, vor der ersten Einzahlung oder Auszahlung.

Zahlungsmethoden

Banküberweisung, Kreditkarte, Sofortüberweisung, PayPal, Klarna – je nach Anbieter. Kryptowährungen sind bei GGL-lizenzierten Anbietern nicht üblich.

Bearbeitungszeit

In der Regel 1–3 Werktage nach Beantragung. Bei Erstverifizierung kann es länger dauern.

Auszahlungslimits

Einige Anbieter setzen Mindest- und Höchstbeträge pro Auszahlung. Details finden sich in den AGB.

Rückzahlung auf Einzahlungsweg

In der Regel muss die Auszahlung über dieselbe Methode erfolgen, mit der eingezahlt wurde (Anti-Geldwäsche-Vorgabe).

Wichtig: Anbieter ohne KYC-Prüfung oder mit Auszahlungen ausschließlich in Kryptowährungen erfüllen in der Regel nicht die Anforderungen des GlüStV und operieren außerhalb des regulierten Marktes.

Bonusbedingungen realistisch einschätzen

Viele Online Casinos bieten Bonusaktionen an – etwa einen Willkommensbonus für Neukunden oder Freispiele. Diese Angebote wirken auf den ersten Blick attraktiv, sind aber an Bedingungen geknüpft, die in der Praxis den tatsächlichen Wert erheblich reduzieren können.

Was Umsatzanforderungen bedeuten

Die meisten Boni unterliegen sogenannten Umsatzanforderungen (Wagering Requirements). Das bedeutet: Bevor ein Bonusbetrag oder damit erzielte Gewinne ausgezahlt werden können, muss ein Vielfaches des Betrags in Spieleinsätzen umgesetzt werden.

Rechenbeispiel

Ein Bonus von 50 € bei 30-fachem Umsatz bedeutet: 50 × 30 = 1.500 € müssen in Spieleinsätzen umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einem durchschnittlichen RTP von 95 % gehen statistisch ca. 75 € an den Anbieter zurück – der ursprüngliche Bonus von 50 € wird dadurch mehr als aufgezehrt.

Worauf bei Bonusangeboten zu achten ist

Kriterium

Worauf achten?

Umsatzfaktor

Je niedriger, desto realistischer. Umsatzanforderungen von 30× bis 40× sind üblich. Alles darüber macht eine Auszahlung sehr unwahrscheinlich.

Zeitlimit

In der Regel müssen Umsatzbedingungen innerhalb von 7 bis 30 Tagen erfüllt werden. Nach Ablauf verfällt der Bonus.

Spielbeiträge

Nicht alle Spiele tragen gleichmäßig zum Umsatz bei. Oft zählen Slots zu 100 %, während Tischspiele (sofern verfügbar) nur 10–2 % beitragen.

Maximalgewinn aus Bonus

Manche Anbieter begrenzen den Betrag, der aus Bonusguthaben ausgezahlt werden kann – unabhängig vom tatsächlichen Gewinn.

Bonusguthaben ≠ Echtgeld

Bonusguthaben und Echtgeld werden getrennt verwaltet. Erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen wird Bonusguthaben zu auszahlbarem Geld.

Bonusangebote sind kein „geschenktes Geld“. Sie sind ein Marketinginstrument der Anbieter und sollten entsprechend nüchtern betrachtet werden. Wer die Bedingungen nicht vorab liest und versteht, riskiert Enttäuschungen bei der Auszahlung.

Einzahlungslimits: Die monatliche Obergrenze

Der GlüStV sieht ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € vor, das über das LUGAS-System anbieterübergreifend durchgesetzt wird. Dieses Limit gilt für alle lizenzierten Online-Glücksspielangebote zusammen – nicht pro Anbieter.

Seit September 2023 besteht die Möglichkeit, das Limit auf Antrag und unter Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit zu erhöhen (bis zu 10.000 € monatlich). Eine Erhöhung wird erst nach einer Wartefrist von sieben Tagen wirksam. Eine Absenkung des Limits hingegen greift sofort.

Einordnung: Das Einzahlungslimit ist eine Spielerschutzmaßnahme, die verhindern soll, dass Spieler innerhalb kurzer Zeit finanziell schädliche Summen einsetzen. Es ist kein Budget-Tipp, sondern eine gesetzliche Obergrenze.

Zusammenfassung

Für Gelegenheitsspieler sind Glücksspielgewinne in Deutschland steuerfrei. Folgeerträge wie Zinsen oder Mieteinnahmen aus investierten Gewinnen sind jedoch ganz normal steuerpflichtig. Auszahlungen bei lizenzierten Anbietern erfordern eine abgeschlossene KYC-Prüfung und dauern in der Regel 1–3 Werktage. Bonusangebote sollten vor Annahme kritisch geprüft werden – die Umsatzbedingungen machen eine Auszahlung häufig mathematisch unwahrscheinlich.

Für individuelle steuerliche Fragen sollte stets ein Steuerberater konsultiert werden. Dieser Beitrag kann und soll eine solche Beratung nicht ersetzen.

Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Kostenlose und anonyme Hilfe bietet die BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00. Weitere Informationen und Beratungsangebote: gluecksspiel-behoerde.de

Quellen und weiterführende Informationen

1.    Einkommensteuergesetz (EStG), insb. § 2 Abs. 1 (Einkunftsarten), § 15 (Gewerbebetrieb)

2.    BFH-Urteil vom 16.9.2015, X R 43/12 (Besteuerung professioneller Pokerspieler)

3.    Glücksspielstaatsvertrag 2021, insb. Einzahlungslimits und KYC-Vorgaben

4.    GGL – Informationen zu LUGAS und Einzahlungslimits: gluecksspiel-behoerde.de

5.    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): bzga.de

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für individuelle steuerliche Fragen wird die Konsultation eines Steuerberaters empfohlen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Februar 2026.

Welche Spiele sind in deutschen Online Casinos erlaubt? Slots, Poker und mehr

13 Feb 2026

Das Spielangebot in deutschen Online Casinos unterscheidet sich deutlich von dem, was international üblich ist. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt nicht nur, wer Glücksspiel anbieten darf,...

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Das Spielangebot in deutschen Online Casinos unterscheidet sich deutlich von dem, was international üblich ist. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 regelt nicht nur, wer Glücksspiel anbieten darf, sondern auch welche Spielformen unter welchen Bedingungen erlaubt sind. Dieser Beitrag gibt einen Überblick – sachlich und ohne Spielanreize.

Wichtig vorab: Bei allen hier beschriebenen Spielformen ist die mathematische Erwartung für den Spieler langfristig negativ. Das bedeutet: Auf Dauer gewinnt statistisch immer der Anbieter. Glücksspiel ist Unterhaltung mit finanziellem Risiko, kein Weg zum Geldverdienen.

Übersicht: Spielformen und ihre Lizenzierung

Spielform

Lizenztyp

Gültigkeit

Status

Virtuelle Automaten­spiele (Slots)

GGL-Bundeserlaubnis

Bundesweit

Aktiv – zahlreiche Anbieter lizenziert

Online-Poker

GGL-Bundeserlaubnis

Bundesweit

Aktiv – Turniere und Cash Games

Sportwetten

GGL-Bundeserlaubnis

Bundesweit

Aktiv – eigene Lizenzklasse

Tischspiele (Roulette, Blackjack etc.)

Landeserlaubnis

Nur im jeweiligen Bundesland

Bisher nur in wenigen Ländern verfügbar

Live-Casino

Landeserlaubnis

Nur im jeweiligen Bundesland

An Tischspiel-Lizenz gekoppelt

Virtuelle Automatenspiele (Slots)

Slots bilden das Kernstück des legalen Online-Glücksspielangebots in Deutschland. Sie werden über eine bundesweite GGL-Lizenz genehmigt und sind bei zahlreichen lizenzierten Anbietern verfügbar. Allerdings unterliegen sie strengen Auflagen, die sich spürbar auf das Spielerlebnis auswirken.

Regeln für Slots in Deutschland

Regelung

Was bedeutet das?

Einsatzlimit: 1 € pro Runde

Der maximale Einsatz pro Spin beträgt 1 €. Dieses Limit ist technisch fest eingebaut und kann nicht umgangen werden.

5-Sekunden-Regel

Zwischen zwei Spielrunden müssen mindestens fünf Sekunden vergehen. Dies soll das Spieltempo verlangsamen und impulsives Spielen erschweren.

Autoplay verboten

Automatische Spielfunktionen sind nicht erlaubt. Jede Runde muss vom Spieler aktiv gestartet werden.

Jackpots verboten

Progressive Jackpots, bei denen sich ein Gewinnpool über mehrere Spieler aufbaut, sind in der deutschen Regulierung nicht vorgesehen.

Sitzungspause nach 60 Min.

Nach einer Stunde ununterbrochener Spielzeit ist eine verpflichtende Pause vorgeschrieben (Reality-Check).

Mindest-RTP: 90 %

Die theoretische Auszahlungsquote muss mindestens 90 % betragen. In der Praxis liegen die meisten Slots zwischen 93 % und 96 %.

Diese Einschränkungen unterscheiden den deutschen Markt deutlich von internationalen Angeboten, wo höhere Einsätze, Autoplay und Jackpots üblich sind. Sie sind ein bewusster Kompromiss zwischen der Ermöglichung legaler Angebote und dem Schutz vor problematischem Spielverhalten.

Online-Poker

Online-Poker verfügt über eine eigene Lizenzklasse der GGL und ist bundesweit erlaubt. Angeboten werden sowohl Turnierformate als auch Cash Games. Für Online-Poker gelten die allgemeinen Spielerschutzvorgaben des GlüStV, darunter die Anbindung an OASIS und LUGAS sowie die verpflichtende Identitätsprüfung.

Im Unterschied zu Slots wird Poker gegen andere Spieler gespielt, nicht gegen den Anbieter. Der Anbieter finanziert sich über eine Gebühr pro Hand (Rake). Das 1-Euro-Einsatzlimit der Automatenspiele gilt für Poker nicht, da es sich um eine eigenständige Spielform handelt. Die mathematische Ausgangslage ist beim Poker anders als bei reinen Glücksspielen, da Geschick eine Rolle spielt – dennoch bleibt ein finanzielles Risiko bestehen.

Sportwetten

Sportwetten bilden eine separate Lizenzklasse und sind seit dem GlüStV 2021 bundesweit reguliert. Die GGL vergibt entsprechende Erlaubnisse, und zahlreiche Anbieter sind auf der Whitelist verzeichnet. Für Sportwetten gelten unter anderem das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €, die OASIS-Anbindung und Einschränkungen bei Live-Wetten (sogenannte In-Play-Wetten auf Einzelereignisse sind teilweise untersagt).

Sportwetten sind inhaltlich von den Casino-Spielen abzugrenzen. Anbieter mit einer Sportwetten-Lizenz dürfen nicht automatisch auch Slots oder Poker anbieten – dafür ist jeweils eine eigene Erlaubnis erforderlich.

Tischspiele: Roulette, Blackjack und Live-Casino

Klassische Tischspiele wie Roulette, Blackjack oder Baccarat sind im GlüStV nicht über die zentrale GGL-Lizenz abgedeckt. Stattdessen können die Bundesländer eigene Erlaubnisse für diese sogenannten Online-Casinospiele vergeben. Das gilt auch für Live-Casino-Angebote, bei denen Spiele mit echten Dealern über Video-Stream gespielt werden.

Der aktuelle Stand ist übersichtlich: Bayern bietet als einziges Bundesland bereits ein aktives Online-Casino-Angebot (Spielbanken Bayern Online, Monopolmodell). Schleswig-Holstein hat private Lizenzen vergeben, die Plattformen befinden sich aber noch im Aufbau. Baden-Württemberg hat eine staatliche Lizenz erteilt, das Angebot ist noch nicht live. Für Spielerinnen und Spieler in den übrigen Bundesländern gibt es derzeit kein legales Online-Angebot für Tischspiele.

Zusammengefasst

Wer bundesweit legal online spielen möchte, hat Zugang zu virtuellen Automaten (Slots), Online-Poker und Sportwetten. Klassische Tischspiele und Live-Casino sind bislang nur in wenigen Bundesländern und unter eingeschränkten Bedingungen verfügbar.

Was nicht erlaubt ist

Nicht alle Spielformen, die international angeboten werden, sind in Deutschland legal. Folgende Angebote sind im Rahmen des GlüStV nicht vorgesehen oder ausdrücklich verboten:

Progressive Jackpots sind in der deutschen Regulierung für virtuelle Automatenspiele nicht zulässig. Anbieter, die solche Funktionen anbieten, operieren außerhalb des regulierten Marktes.

Bonus-Buy-Funktionen (der direkte Kauf von Bonusrunden) sind mit dem 1-Euro-Einsatzlimit nicht vereinbar und daher bei lizenzierten Anbietern nicht verfügbar.

Spiele ohne RTP-Prüfung dürfen bei regulierten Anbietern nicht angeboten werden. Alle Spiele müssen von der GGL geprüft und zugelassen sein.

Glücksspiel-ähnliche Elemente in Videospielen (sogenannte Lootboxen) werden zunehmend diskutiert, sind aber bislang nicht explizit durch den GlüStV reguliert.

Mathematische Erwartung: Was Spieler wissen sollten

Unabhängig von der Spielform gilt: Glücksspiele sind so konzipiert, dass der Anbieter langfristig einen Vorteil hat. Bei Slots drückt sich das in der Auszahlungsquote (RTP) aus – ein Slot mit 95 % RTP zahlt statistisch 95 Cent pro eingesetztem Euro zurück. Die restlichen 5 Cent verbleiben beim Anbieter. Hinzu kommt seit 2021 eine virtuelle Automatensteuer von 5,3 % auf den Spieleinsatz, die Anbieter in der Regel in den RTP einrechnen.

Kurzfristige Gewinne sind möglich, langfristig überwiegen statistisch die Verluste. Diese Tatsache gilt für alle regulierten und unregulierten Glücksspiele gleichermaßen. Wer spielt, sollte dies als Unterhaltung betrachten und nur Geld einsetzen, dessen Verlust er oder sie verkraften kann.

Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Kostenlose und anonyme Hilfe bietet die BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00. Weitere Informationen und Beratungsangebote: gluecksspiel-behoerde.de

Quellen und weiterführende Informationen

1.    Glücksspielstaatsvertrag 2021, insb. §§ 22a–22e (Virtuelle Automatenspiele, Online-Poker, Sportwetten)

2.    GGL – Erlaubnisverfahren und Whitelist: gluecksspiel-behoerde.de

3.    GGL – Spielerschutzmaßnahmen des GlüStV 2021 (Broschüre)

4.    ICLG Gambling Laws and Regulations – Germany Chapter (2025/2026)

5.    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): bzga.de

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er enthält keine Spielanleitungen, Strategieempfehlungen oder Gewinnversprechen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Februar 2026.

So erkennt man seriöse Online Casinos in Deutschland – Checkliste für Spieler

13 Feb 2026

Die Zahl der Online-Glücksspielangebote in Deutschland ist seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 deutlich gewachsen – und mit ihr auch die Zahl der Plattformen, die ohne gültige...

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Die Zahl der Online-Glücksspielangebote in Deutschland ist seit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 deutlich gewachsen – und mit ihr auch die Zahl der Plattformen, die ohne gültige deutsche Erlaubnis operieren. Für Spielerinnen und Spieler stellt sich damit eine praktische Frage: Woran erkennt man eigentlich, ob ein Anbieter seriös und legal ist?

Dieser Beitrag liefert eine neutrale, praxisorientierte Checkliste. Er nennt bewusst keine konkreten Anbieternamen und ersetzt keine persönliche Recherche. Das Ziel ist es, Leserinnen und Leser in die Lage zu versetzen, selbst informierte Entscheidungen zu treffen.

Checkliste: Die wichtigsten Merkmale eines seriösen Anbieters

1. Deutsche GGL-Lizenz vorhanden?

Das wichtigste Kriterium ist zugleich das einfachste: Verfügt der Anbieter über eine gültige Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)? Nur Anbieter mit einer solchen Erlaubnis dürfen in Deutschland legal Online-Glücksspiel anbieten. Lizenzen aus anderen Ländern – etwa aus Malta, Gibraltar oder Curaçao – berechtigen nicht zum Anbieten in Deutschland.

2. Eintrag auf der GGL-Whitelist?

Die GGL führt eine öffentlich zugängliche Whitelist, auf der alle aktuell erlaubten Anbieter verzeichnet sind. Diese Liste ist nach Glücksspielarten unterteilt (Slots, Poker, Sportwetten etc.) und wird regelmäßig aktualisiert. Ein kurzer Abgleich vor der Registrierung genügt: Ist der Anbieter nicht gelistet, hat er keine gültige deutsche Erlaubnis.

Praxis-Tipp

Die offizielle Whitelist ist abrufbar unter: gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-spielende/uebersicht-erlaubter-anbieter-whitelist. Dort können Sie den Namen oder die Domain eines Anbieters direkt überprüfen.

3. GGL-Prüf- und Erlaubnissiegel sichtbar?

Seit Juli 2023 stellt die GGL lizenzierten Anbietern ein offizielles Prüf- und Erlaubnissiegel zur Verfügung. Das Siegel zeigt das GGL-Logo und den Schriftzug „staatlich erlaubt und beaufsichtigt“. Es befindet sich in der Regel auf der Startseite der Plattform und verlinkt häufig direkt auf die Whitelist.

Achtung: Das Vorhandensein eines Siegels allein ist kein Beweis für Legalität. Illegale Anbieter können gefälschte oder missbräuchlich verwendete Siegel einsetzen. Im Zweifelsfall immer die Whitelist der GGL direkt prüfen.

4. Spielerschutzmaßnahmen aktiv?

Ein seriöser Anbieter mit deutscher Lizenz muss eine Reihe von Spielerschutzmaßnahmen umsetzen. Dazu gehören: die Anbindung an das OASIS-Sperrsystem, die Einhaltung des monatlichen Einzahlungslimits von 1.000 € über LUGAS, eine Identitätsprüfung (KYC) vor der ersten Einzahlung, ein Panik-Button für eine sofortige 24-Stunden-Sperre sowie Sitzungszeitbegrenzungen und verpflichtende Spielpausen.

Wenn eine oder mehrere dieser Maßnahmen fehlen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um ein reguliertes Angebot.

Transparenz: AGB, RTP-Angaben und Bonusbedingungen

Neben der Lizenzierung gibt es weitere Qualitätsmerkmale, die auf einen seriösen Anbieter hindeuten.

Merkmal

Worauf achten?

Allgemeine Geschäfts­bedingungen (AGB)

Müssen leicht zugänglich, klar formuliert und vollständig auf Deutsch verfügbar sein. Enthalten Informationen zum Lizenzstatus, zur Datenverarbeitung und zu den Rechten der Spieler.

RTP-Angaben (Return to Player)

Seriöse Anbieter veröffentlichen die theoretischen Auszahlungsquoten der angebotenen Spiele. Diese liegen bei Slots typischerweise zwischen 90 % und 97 %. Vollständige Transparenz über die Gewinnwahrscheinlichkeiten ist ein Gütekriterium.

Bonusbedingungen

Umsatzanforderungen, Zeitlimits und Spielbeschränkungen müssen klar und verständlich dargestellt sein. Vorsicht bei unrealistisch hohen Bonusbeträgen oder undurchsichtigen Konditionen.

Impressum und Kontaktdaten

Ein vollständiges Impressum mit Unternehmensname, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten ist Pflicht. Fehlt es, ist das ein klares Warnsignal.

Deutschsprachiger Kundensupport

Lizenzierte Anbieter bieten Support in deutscher Sprache an. Erreichbarkeit über mehrere Kanäle (E-Mail, Live-Chat) ist ein positives Zeichen.

Technische Sicherheit

Lizenzierte Anbieter müssen technische Standards erfüllen, die dem Schutz der Spielerdaten und der finanziellen Transaktionen dienen. Dazu gehört eine SSL-Verschlüsselung (erkennbar am „https://“ und dem Schlosssymbol in der Browserleiste), die alle Datenübertragungen zwischen Spieler und Plattform schützt.

Außerdem ist vor der ersten Einzahlung eine vollständige Identitätsprüfung (Know Your Customer, KYC) vorgeschrieben. Diese erfolgt in der Regel per VideoIdent oder über die eID-Funktion des Personalausweises. Das KYC-Verfahren dient dem Jugendschutz, der Geldwäscheprävention und der korrekten Zuordnung im OASIS-Sperrsystem.

Hinweis: Anbieter, die Einzahlungen ohne vorherige Identitätsprüfung akzeptieren, erfüllen die Anforderungen des GlüStV nicht und operieren außerhalb des regulierten Marktes.

Warnsignale: Woran man unseriöse Anbieter erkennt

Während die Checkliste oben die positiven Merkmale beschreibt, gibt es auch konkrete Warnsignale, die auf illegale oder unseriöse Plattformen hindeuten.

✓  Seriöser Anbieter

✗  Warnsignal

GGL-Lizenz und Whitelist-Eintrag

Keine deutsche Lizenz; nur ausländische Lizenzen (Malta, Curaçao etc.)

GGL-Prüfsiegel auf der Startseite, verlinkt zur Whitelist

Kein Siegel oder nicht verifizierbare Prüfzeichen

KYC-Prüfung vor der ersten Einzahlung

Einzahlungen ohne Identitätsprüfung möglich

OASIS-Anbindung und LUGAS-Integration

Keine Spielersperre und kein Einzahlungslimit erkennbar

Klare AGB auf Deutsch, vollständiges Impressum

Fehlendes oder unvollständiges Impressum; AGB nur auf Englisch

Realistische Bonusangebote mit transparenten Bedingungen

Extrem hohe Boni ohne erkennbare Umsatzbedingungen

Bekannte Zahlungsmethoden (PayPal, Sofortüberweisung, Klarna)

Nur Kryptowährungen oder unbekannte Zahlungsdienste

Wichtig: Die GGL geht aktiv gegen illegale Anbieter vor, unter anderem durch IP-Blocking und Payment-Blocking. Dennoch sind nicht alle illegalen Plattformen sofort gesperrt. Im Zweifelsfall ist die Whitelist der GGL die einzige verlässliche Informationsquelle.

Was tun bei Problemen mit einem Anbieter?

Bei Beschwerden über lizenzierte Anbieter können sich Spielerinnen und Spieler direkt an die GGL wenden. Die Behörde bietet über ihre Website ein Beschwerdeformular und ein Hinweisportal für Verstöße an. Lizenzierte Anbieter sind zudem an deutsches Recht gebunden, was den Rechtsweg erleichtert.

Bei nicht lizenzierten Anbietern ist die Situation deutlich schwieriger. Es gibt keinen garantierten Rechtsanspruch auf Auszahlung von Gewinnen, und der Rechtsweg gestaltet sich oft langwierig und unsicher. Einige Anwaltskanzleien haben sich auf die Rückforderung von Verlusten bei illegalen Anbietern spezialisiert – ob dieser Weg im Einzelfall erfolgversprechend ist, sollte mit einem Rechtsanwalt besprochen werden.

Fazit: Informierte Entscheidungen statt blinder Vertrauensbeweise

Ob ein Online-Casino seriös ist, lässt sich mit wenigen Schritten prüfen. Die wichtigsten davon sind: der Abgleich mit der GGL-Whitelist, die Prüfung des Impressums und der AGB sowie die Frage, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Spielerschutzmaßnahmen (OASIS, LUGAS, KYC) vorhanden sind.

Kein Prüfsiegel und keine Empfehlung Dritter kann diese eigene Prüfung ersetzen. Die offizielle Whitelist der GGL bleibt das verbindliche und einzige amtliche Verzeichnis erlaubter Anbieter in Deutschland. Wer sich die wenigen Minuten für diese Überprüfung nimmt, schützt sich vor den erheblichen Risiken, die mit unregulierten Plattformen verbunden sind.

Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Kostenlose und anonyme Hilfe bietet die BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00. Weitere Informationen und Beratungsangebote: gluecksspiel-behoerde.de

Quellen und weiterführende Informationen

1.    Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), insb. §§ 4, 6e

2.    GGL-Whitelist: gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-spielende/uebersicht-erlaubter-anbieter-whitelist

3.    GGL – Prüf- und Erlaubnissiegel (eingeführt 1. Juli 2023)

4.    GGL – Beschwerdeformular und Hinweisportal: gluecksspiel-behoerde.de

5.    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): bzga.de

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für individuelle Fragen zur Anbieterwahl wird eigene Recherche auf der GGL-Whitelist empfohlen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Februar 2026.

Spielerschutz in deutschen Online Casinos: OASIS, LUGAS und Einzahlungslimits

13 Feb 2026

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 stellt den Spielerschutz ins Zentrum der deutschen Glücksspielregulierung. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Wer bei einem lizenzierten Anbieter in...

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Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 stellt den Spielerschutz ins Zentrum der deutschen Glücksspielregulierung. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Wer bei einem lizenzierten Anbieter in Deutschland spielt, ist durch mehrere ineinandergreifende Schutzmechanismen abgesichert. Dieser Beitrag erklärt, wie diese Systeme funktionieren – sachlich und ohne Beschönigung.

Wichtig: Kein Schutzsystem ist unfehlbar. Die hier beschriebenen Maßnahmen können problematisches Spielverhalten erschweren, aber nicht in jedem Fall verhindern. Wer bei sich oder anderen Anzeichen von Spielsucht bemerkt, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

OASIS – das bundesweite Sperrsystem

OASIS steht für „Onlineabfrage Spielerstatus“ und ist das zentrale, spielformübergreifende Sperrsystem in Deutschland. Es wird vom Regierungspräsidium Darmstadt betrieben und ist seit Juli 2021 für alle in Deutschland lizenzierten Glücksspielanbieter verpflichtend. Das bedeutet: Wer in der OASIS-Datenbank gesperrt ist, kann bei keinem legalen Anbieter in Deutschland spielen – weder online noch in Spielhallen oder Spielbanken.

Wie funktioniert OASIS?

Vor jeder Anmeldung oder Einzahlung muss ein Anbieter in Echtzeit prüfen, ob für die betreffende Person ein Sperreintrag vorliegt. Liegt eine Sperre vor, wird der Zugang verweigert. Laut aktuellen Zahlen hat das System im Jahr 2025 über 5,2 Milliarden Abfragen verarbeitet – durchschnittlich rund 432 Millionen pro Monat. Aktuell sind bundesweit etwa 367.000 aktive Spielersperren registriert, und rund 9.000 Veranstalter mit etwa 41.000 Betriebsstätten sind an die Sperrdatei angeschlossen.

Selbstsperre und Fremdsperre

 

Selbstsperre

Fremdsperre

Wer beantragt?

Die betroffene Person selbst

Angehörige, Glücksspielanbieter oder Beratungsstellen

Mindestdauer

3 Monate (individuell wählbar)

1 Jahr

Aufhebung

Antrag beim RP Darmstadt nach Ablauf der Mindestdauer. Schutzfrist: 1 Woche.

Antrag nach Ablauf der Mindestdauer. Schutzfrist: 1 Monat. Initiatoren werden informiert.

Vorzeitige Aufhebung?

Nein – gesetzlich ausgeschlossen

Nein – gesetzlich ausgeschlossen

Zusätzlich gibt es den sogenannten Panik-Button: Ein Klick löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die automatisch endet. Diese Funktion ist bei allen lizenzierten Anbietern Pflicht und bietet einen schnellen Ausstieg in akuten Situationen.

Gut zu wissen: OASIS-Daten werden nicht an Dritte weitergegeben – insbesondere nicht an die Schufa oder andere Auskunfteien. Die Daten verbleiben ausschließlich im Sperrsystem und werden sechs Jahre nach Aufhebung der Sperre gelöscht.

LUGAS – Einzahlungslimits und Aktivitätsüberwachung

LUGAS steht für „Länderübergreifendes Glücksspielaufsichtssystem“ und wird von der GGL betrieben. Das System erfüllt zwei zentrale Funktionen: die Durchsetzung des anbieterübergreifenden Einzahlungslimits und die Verhinderung von parallelem Spiel bei mehreren Anbietern gleichzeitig.

Das Einzahlungslimit

Der GlüStV schreibt ein monatliches Einzahlungslimit von standardmäßig 1.000 € vor. Dieses Limit gilt anbieterübergreifend: Wer bei Anbieter A bereits 600 € eingezahlt hat, kann bei Anbieter B im selben Monat maximal noch 400 € einzahlen. LUGAS prüft bei jeder Einzahlung in Echtzeit, ob das Limit bereits erreicht ist, und blockiert weitere Transaktionen automatisch.

Seit September 2023 ist es in Ausnahmefällen möglich, das Limit auf bis zu 10.000 € pro Monat zu erhöhen. Voraussetzung ist ein Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit (Bonitätsprüfung). Eine Erhöhung wird erst nach einer Wartefrist von sieben Tagen wirksam. Eine Absenkung des Limits greift dagegen sofort.

Verhinderung von Parallelspiel

LUGAS überwacht über die Aktivitätsdatei, ob ein Spieler gleichzeitig bei mehreren Anbietern eingeloggt ist. Paralleles Spielen ist nicht erlaubt. Wer den Anbieter wechseln möchte, muss sich zuerst abmelden und eine kurze Wartezeit einhalten, bevor eine Anmeldung bei einem anderen Anbieter möglich ist.

Weitere Schutzmaßnahmen im Überblick

Maßnahme

Was bedeutet das?

5-Sekunden-Regel

Zwischen zwei Spielrunden bei virtuellen Automaten müssen mindestens fünf Sekunden vergehen. Autoplay-Funktionen sind verboten.

Einsatzlimit 1 €

Der maximale Einsatz pro Spielrunde bei virtuellen Automaten beträgt 1 €.

Sitzungszeitbegrenzung

Anbieter müssen nach 60 Minuten ununterbrochener Spielzeit eine verpflichtende Pause einlegen. Eine Fortsetzung ist erst nach einer Unterbrechung möglich.

Identitätsprüfung (KYC)

Vor der ersten Einzahlung ist eine vollständige Identitätsprüfung vorgeschrieben – in der Regel per VideoIdent oder eID.

Werbebeschränkungen

Glücksspielwerbung unterliegt strengen zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben, um insbesondere Minderjährige zu schützen.

Informationspflichten

Anbieter müssen gut sichtbar auf Risiken hinweisen, Hilfsangebote verlinken und Spielverhaltensdaten transparent bereitstellen.

Grenzen des Systems – was offen bleibt

So umfassend die Schutzmaßnahmen sind – es gibt berechtigte Kritikpunkte, die nicht verschwiegen werden sollten.

Wirksamkeit bei illegalen Anbietern: OASIS und LUGAS greifen nur bei in Deutschland lizenzierten Anbietern. Wer bei nicht lizenzierten Plattformen spielt, ist durch diese Systeme nicht geschützt. Die GGL geht zwar mit IP-Blocking und Payment-Blocking gegen illegale Anbieter vor, kann aber nicht jeden Zugang verhindern.

Datenschutzbedenken: Sowohl OASIS als auch LUGAS erfassen personenbezogene Daten. Datenschutzexperten und Branchenverbände haben wiederholt Bedenken hinsichtlich der DSGVO-Konformität geäußert – insbesondere bei LUGAS, wo Einzahlungsdaten zentral gespeichert werden. Die Debatte darüber ist nicht abgeschlossen.

Verlagerungseffekte: Kritiker warnen, dass starre Limits und Einschränkungen einen Teil der Spieler zu unregulierten Anbietern treiben könnten, wo keinerlei Spielerschutz besteht. Dieses Spannungsfeld zwischen Regulierung und Marktrealität ist Gegenstand der laufenden Evaluation des GlüStV.

Hilfsangebote: Wo man Unterstützung findet

Spielerschutz bedeutet nicht nur technische Systeme. Wer Hilfe braucht – für sich selbst oder für Angehörige –, findet in Deutschland ein breites Netz an Beratungsangeboten. Diese sind kostenlos, vertraulich und in der Regel anonym nutzbar.

Angebot

Kontakt

BZgA-Hotline (kostenlos, anonym)

0800 1 37 27 00

Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht

0800 077 66 11

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen

+49 2381 9015-0

GGL – Informationen und Beratungsverweise

gluecksspiel-behoerde.de

OASIS-Selbstsperre beantragen

Regierungspräsidium Darmstadt (rp-darmstadt.hessen.de)

Zusammenfassung

Der Spielerschutz in Deutschland besteht aus mehreren Ebenen: Das OASIS-Sperrsystem ermöglicht eine bundesweite Spielersperre, die anbieterübergreifend durchgesetzt wird. LUGAS überwacht Einzahlungslimits und verhindert paralleles Spielen. Zusätzliche Maßnahmen wie die 5-Sekunden-Regel, das 1-Euro-Einsatzlimit und verpflichtende Spielpausen sollen problematisches Spielverhalten bremsen.

Diese Systeme bieten einen deutlich höheren Schutz als unregulierte Märkte. Sie sind jedoch kein Ersatz für Eigenverantwortung und professionelle Hilfe bei problematischem Spielverhalten. Wer Anzeichen einer Sucht bemerkt, sollte nicht zögern, die oben genannten Beratungsangebote zu nutzen.

Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Kostenlose und anonyme Hilfe bietet die BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00. Weitere Informationen und Beratungsangebote: gluecksspiel-behoerde.de

Quellen und weiterführende Informationen

1.    Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), insb. §§ 6c, 8 ff.

2.    GGL – OASIS-Spielersperrsystem: gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-gluecksspielanbieter/aufsichtssysteme/spielersperrdatei

3.    GGL – FAQ LUGAS: gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-spielende/informationen-fuer-spielende-faqs/faq-fuer-spielende-lugas

4.    GGL – FAQ Einzahlungslimit: gluecksspiel-behoerde.de (Erhöhung des anbieterübergreifenden Einzahlungslimits)

5.    Regierungspräsidium Darmstadt – OASIS: rp-darmstadt.hessen.de

6.    OASIS-Bilanz 2025: über 5,2 Mrd. Abfragen, ca. 367.000 aktive Sperren (da.news, Februar 2026)

7.    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): bzga.de

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle Beratung. Bei Anzeichen von problematischem Spielverhalten wenden Sie sich bitte an eine der oben genannten Beratungsstellen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Februar 2026.

Online Casino Deutschland: Rechtliche Grundlagen und der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV)

13 Feb 2026

Wer sich für Online-Glücksspiel in Deutschland interessiert, steht vor einer zentralen Frage: Was ist eigentlich erlaubt – und was nicht? Die Antwort ist weniger kompliziert, als viele denken, aber...

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Wer sich für Online-Glücksspiel in Deutschland interessiert, steht vor einer zentralen Frage: Was ist eigentlich erlaubt – und was nicht? Die Antwort ist weniger kompliziert, als viele denken, aber sie erfordert ein grundlegendes Verständnis der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Dieser Beitrag erklärt die Rechtslage sachlich und ohne Wertung einzelner Anbieter.

Wichtig vorab: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Er stellt keine Rechtsberatung dar und ersetzt nicht die Konsultation eines Rechtsanwalts. Für verbindliche Auskünfte zur eigenen Situation sollte stets professioneller Rat eingeholt werden.

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 – die Grundlage

Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021). Dabei handelt es sich um einen Vertrag zwischen allen 16 Bundesländern, der erstmals bundeseinheitliche Regeln für Online-Glücksspiel schafft. Zuvor war die Rechtslage unübersichtlich: Online-Glücksspiel war in den meisten Bundesländern grundsätzlich verboten, während Schleswig-Holstein einen eigenen Weg ging und bereits ab 2012 Lizenzen an private Anbieter vergab.

Der GlüStV 2021 hat diese Zersplitterung weitgehend beendet. Er legt fest, welche Formen des Online-Glücksspiels unter welchen Bedingungen erlaubt sind. Zu den zentralen Zielen gehören der Schutz von Spielerinnen und Spielern vor Sucht, die Verhinderung von Geldwäsche und Betrug, der Jugendschutz sowie die Kanalisierung des Glücksspiels in legale, kontrollierte Angebote.

Konkret regelt der Vertrag unter anderem: Lizenzen für virtuelle Automatenspiele (Slots), die bundesweit gelten; Lizenzen für Online-Poker und Sportwetten; strenge Spielerschutzvorgaben wie Einzahlungslimits, Sitzungszeitbegrenzungen und ein verpflichtendes Sperrsystem; sowie Werbebeschränkungen für Glücksspielangebote.

Ein häufiges Missverständnis: Eine EU-Lizenz, etwa aus Malta oder Gibraltar, berechtigt nicht automatisch zum Anbieten von Glücksspiel in Deutschland. Das deutsche Recht verlangt eine inländische Erlaubnis. Anbieter ohne deutsche Genehmigung agieren in Deutschland illegal – unabhängig davon, ob sie anderswo lizenziert sind.

Die GGL – Deutschlands Glücksspielaufsicht

Für die Umsetzung und Überwachung des GlüStV ist seit 2023 die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zuständig. Die GGL hat ihren Sitz in Halle (Saale) und ist als Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert.

Die Aufgaben der GGL umfassen mehrere Bereiche. Sie prüft Lizenzanträge und erteilt Erlaubnisse für Anbieter virtueller Automatenspiele, Online-Poker und Sportwetten. Sie überwacht, ob lizenzierte Anbieter die gesetzlichen Vorgaben zum Spielerschutz einhalten. Außerdem geht sie aktiv gegen illegale Glücksspielangebote vor – unter anderem durch Untersagungsverfügungen, IP-Blocking und Payment-Blocking. Darüber hinaus betreibt sie zentrale Aufsichtssysteme wie die Spielersperrdatei OASIS und die Limitdatei LUGAS.

Bei Verstößen kann die GGL Anbieter zur Einstellung auffordern und im Wiederholungsfall Sanktionen verhängen. Sie arbeitet dabei mit Internet-Service-Providern und Zahlungsdienstleistern zusammen, um den Zugang zu illegalen Plattformen einzuschränken.

Die GGL-Whitelist: So erkennt man legale Anbieter

Die einfachste und zuverlässigste Möglichkeit, die Legalität eines Anbieters zu prüfen, ist die Whitelist der GGL. Diese amtliche Liste wird regelmäßig aktualisiert und ist öffentlich auf der Website der Behörde einsehbar (gluecksspiel-behoerde.de). Sie enthält alle Anbieter, die aktuell über eine gültige deutsche Erlaubnis verfügen.

Die Whitelist ist nach Glücksspielarten unterteilt. Es gibt separate Verzeichnisse für Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Poker, Pferdewetten, Lotterien und weitere Kategorien. Für jeden Anbieter sind der Name, die Domains, unter denen das Angebot erreichbar ist, und die Art der Erlaubnis aufgeführt.

Praxis-Tipp

Vor einer Registrierung bei einem Online-Glücksspielanbieter lohnt sich immer ein Blick auf die offizielle GGL-Whitelist. Ist der Anbieter dort nicht gelistet, verfügt er über keine gültige deutsche Erlaubnis. Die Whitelist ist das maßgebliche Prüfinstrument für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Seit dem 1. Juli 2023 müssen lizenzierte Anbieter zudem ein GGL-Prüf- und Erlaubnissiegel auf ihrer Plattform verwenden. Dieses Siegel soll den Markt transparenter machen und Spielerinnen und Spielern auf den ersten Blick signalisieren, dass es sich um ein reguliertes Angebot handelt.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Obwohl der GlüStV bundesweit gilt, gibt es einen wichtigen Bereich, in dem die Bundesländer eigene Entscheidungen treffen: klassische Tischspiele wie Roulette, Blackjack oder Baccarat. Für diese sogenannten Online-Casinospiele sieht der Staatsvertrag keine zentrale Lizenzierung vor. Stattdessen können die einzelnen Länder selbst entscheiden, ob und wie sie diese Spiele zulassen.

Die aktuelle Situation (Stand: Anfang 2026)

Bundesland

Status Online-Casinospiele (Tischspiele)

Bayern

Bereits aktiv. Das staatliche Angebot (Spielbanken Bayern Online) bietet Roulette, Blackjack und weitere Tischspiele für Einwohner Bayerns an. Monopolmodell.

Schleswig-Holstein

Lizenzen an private Anbieter vergeben (u. a. im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens 2022, vier Lizenzen erteilt 2024). Die Plattformen befinden sich noch im Aufbau.

Baden-Württemberg

Lizenz an die Staatliche Toto-Lotto GmbH erteilt. Das Angebot ist noch nicht online verfügbar.

Nordrhein-Westfalen

Hat die rechtliche Grundlage für private Lizenzen geschaffen. Ein Ausschreibungsverfahren wurde für Winter 2025 in Aussicht gestellt.

Alle übrigen Länder

Keine Regelung oder nur staatliches Monopol vorgesehen. Online-Tischspiele sind dort derzeit nicht legal verfügbar.

Das bedeutet in der Praxis: Virtuelle Automatenspiele (Slots) sind mit einer bundesweiten GGL-Lizenz in ganz Deutschland legal spielbar. Klassische Tischspiele hingegen sind bislang nur in wenigen Bundesländern und unter eingeschränkten Bedingungen verfügbar. In den meisten Teilen Deutschlands gibt es derzeit kein legales Online-Angebot für Roulette, Blackjack oder vergleichbare Spiele.

Zusammenfassung: Was Spielerinnen und Spieler wissen sollten

Die Rechtslage für Online-Glücksspiel in Deutschland lässt sich auf einige wesentliche Punkte zusammenfassen. Online-Glücksspiel ist in Deutschland grundsätzlich legal, sofern der Anbieter über eine deutsche Lizenz verfügt. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist die zuständige Aufsichtsbehörde. Die offizielle Whitelist der GGL ist das verbindliche Verzeichnis aller erlaubten Anbieter. Ausländische EU-Lizenzen berechtigen nicht zum Angebot in Deutschland. Bei klassischen Tischspielen wie Roulette oder Blackjack gelten länderspezifische Regelungen, die bislang nur in wenigen Bundesländern ein legales Angebot ermöglichen.

Der Glücksspielmarkt in Deutschland befindet sich weiterhin in der Entwicklung. Eine Evaluation des GlüStV ist für 2026 angekündigt und könnte weitere Änderungen mit sich bringen. Wer auf dem aktuellen Stand bleiben möchte, findet auf der Website der GGL (gluecksspiel-behoerde.de) aktuelle Informationen.

Hinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Kostenlose und anonyme Hilfe bietet die BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00. Weitere Informationen und Beratungsangebote: gluecksspiel-behoerde.de

Quellen und weiterführende Informationen

1.    Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) – Gesetzestext

2.    Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL): gluecksspiel-behoerde.de

3.    GGL-Whitelist: gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-spielende/uebersicht-erlaubter-anbieter-whitelist

4.    ICLG Gambling Laws and Regulations – Germany Chapter (2025/2026)

5.    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): bzga.de

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für individuelle Fragen zur Rechtslage wird die Konsultation eines Rechtsanwalts empfohlen. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: Februar 2026.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Online-Glücksspiel in Deutschland legal?

Seit Juli 2021 bildet der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) den bundesweiten Rechtsrahmen für Online-Glücksspiel in Deutschland. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist die zuständige Aufsichtsbehörde für die Vergabe und Überwachung deutscher Online-Glücksspiellizenzen. Lizenzierte Anbieter müssen strenge Auflagen einhalten, darunter ein Einsatzlimit von 1 € pro Spin bei Spielautomaten, eine obligatorische 5-Sekunden-Pause zwischen den Drehungen sowie Einschränkungen bei Live-Casino-Tischspielen. Offshore-Casinos mit Lizenzen aus anderen Ländern (z. B. MGA oder Curaçao) unterliegen nicht diesem Rechtsrahmen und sind nicht von der GGL zugelassen.

Sind Glücksspielgewinne in Deutschland steuerpflichtig?

Nach geltendem deutschen Steuerrecht sind Glücksspielgewinne für Freizeitspieler grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig, da sie nicht als regelmäßige Einkommensquelle gelten. Allerdings können Zinserträge aus Glücksspielgewinnen (z. B. bei Anlage auf einem Sparkonto) der Kapitalertragsteuer unterliegen. Berufsspieler können einer anderen steuerlichen Behandlung unterliegen. Es empfiehlt sich, einen qualifizierten Steuerberater zu Ihrer individuellen Situation zu konsultieren.

Welche Beschränkungen gelten für GGL-lizenzierte Casinos?

Anbieter mit einer deutschen GGL-Lizenz unterliegen verschiedenen Spielerschutzmaßnahmen: ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle lizenzierten Plattformen hinweg, ein maximaler Einsatz von 1 € pro Drehung bei Spielautomaten, eine obligatorische 5-Sekunden-Pause zwischen den Drehungen, ein Verbot von Live-Tischspielen (Blackjack, Roulette usw.) für reine Slot-Lizenzinhaber sowie die verpflichtende Registrierung im OASIS-Sperrsystem. Spieler sollten sich bewusst sein, dass Offshore-Anbieter diesen Regulierungen nicht unterliegen.